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Greifenburg, das Streckenflug-Eldorado?

Streckenfliegen für Gourmets, Geniesser und gesellige Piloten sowie persönliche Bestleistungen am Laufmeter? Ja, dass alles gibt es beim XC Camp Greifenburg.


Anflug auf Plenteliz (1660m) mit Weissensee

Ziel

Als 100%-tige Genuss-Piloten waren wir auf der Suche nach Flugferien, welche uns interessante Flüge bietet und mit einem gut organisiertem Rückholdienst ein zeitnahes "Nachhausekommen" ermöglicht. Die Wetterbeurteilung und das Tagespotenzial sowie die Tagesaufgabe soll einem als Dessert zum Frühstück präsentiert werden.


Greifenburg (links unten), Landeplatz (Mitte unten), Stagor (links oben), Plenteliz (rechts oben)

XC Camp Greifenburg

Wir haben uns für das XC Camp Greifenburg von flywithandy entschieden. Sie bieten stets super Betreuung, ausgezeichnete Verpflegung und Unterkunft (vgl. Dänemark und San Fermo). Gleichzeitig kann man jeweils viel Lernen. Die Gruppen sind immer gut mit Piloten aller Erfahrungsstufen durchmischt, sodass es beim Landebier stets interessante Gespräche gibt.


Viele Flächen zum Landen :-)

Anreise

Die Anreise erfolgte individuell. Einige kamen per Zug und andere wie wir mit dem Auto. Die Teilnehmer kamen von der Schweiz bis hin zu Norddeutschland. Bezüglich Verkehr ist einzig der Brenner bei der Fahrzeitberechnung genauer anzuschauen.


Unterkunft

Es gibt den Campingplatz Fliegercamp gleich neben dem Landeplatz mit stündlichen Shuttles zum unteren Startplatz. Gelegentlich und gegen ein höheres Entgeld wird man auch zum oberen Startplatz gefahren.

Wir haben uns auf der Emberger Alm im Fichtenheim niedergelassen. Sehr schöne Zimmer mit Bad sowie ausgezeichnete Küche lassen die Zeit wie im Fluge vergehen.


Team

Andy Maier, Eva Huintjes und Josef Gebert betreuten uns auf dieser Reise. Andy Maier machte das Meteobriefing und erläuterte die Tagesaufgabe. Eva war für die Organisation zuständig und hat uns zusammen mit Josef überall hingefahren oder natürlich auch zurück geholt.


Anflug Stagor (2289m)

Fliegen

Startplätze

Beide Startplätze sind anfängertauglich und einfach.

Der untere Startplatz bietet gute Infrastruktur (getrennte Toilettenanlagen, Wetterschutz, Getränke und Verpflegung). Ein grosses flaches platzartiges Wiesengelände dient der Flugvorbereitung. Neben der Windfahne ist eine Rampe für die Deltapiloten vorhanden. Die übrige Fläche kann von den Gleitschirmpiloten genutzt werden.

Der obere Startplatz ist auf der Alm. Jeder kann hier sein bevorzugtes Startplätzlein aussuchen. Am offiziellen Startplatz steht ein Windsack.


Emberger Alm, oberer Startplatz (rechts unten)

Fluggebiet

Das Fluggebiet hat eigentlich keine Einschränkungen für normale Flugtage. Im Tal hat es ausreichend Wiesen zum Landen. Der Talwind ist bis Greifenburg mässig und wird in Richtung Lienz immer stärker. Im Bereich von Nikolsdorf bis Linz ist der Talwind stark. Aufgrund der Geländenase vor Nikolsdorf und dem Segelflugplatz ist von Landungen in diesem Gebiet abzusehen.


Streckenflüge

Streckenflüge sind relativ einfach. Da eindrehen wo die anderen Piloten die Thermik ausdrehen. Bei einer Abflughöhe von 2500 Meter über Meer kommen unangebremste A-Schirme bei Nullwind sicher über der nächsten Krete an. Mit 2200 m.ü.M. wird es auch für High-B-Schirme spannend.

Das Drautal rauf und runter und zum Abschluss noch das Drautal queren und schon hat man ein flaches 50km Dreieck.

Ich habe, ohne mich auf die Flüge vorbereitet zu haben, in dieser Woche zweimal die 50km Marke geknackt. Dies ist in unserer Gruppe gleich einigen geglückt und bestätigt, dass man in Greifenburg mit hoher Wahrscheinlichkeit zu seinen ersten Streckenkilometern kommen kann.


Rückfahrt

Fehlt ein organisierter Rückholdienst, so kann auf die Bahn oder den Bus ausgewichen werden. Nähere Angaben zum Fahrplan oder Haltestellendichte kann ich leider keine geben.


Emberger Alm, oberer Startplatz

Fazit

Es war eine gute Entscheidung nach Greifenburg zu gehen. Die Landschaft ist schön, das Essen ausgezeichnet, es gibt keine Sprachbarrieren und die Pilotendichte ist gerade für Streckenfluganfänger ideal. Viele bunte Tupfer am Himmel und an der nächsten Geländerippe weisen einem den Weg zu entspannten Streckenflugabenteuer.


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